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18. Oktober 2026

»Ganz nah dran!«

9. Europäischer Tag der Restaurierung

Am 18. Oktober nimmt Kolumba am 9. Europäischen Tag der Restaurierung teil. Dieses Jahr steht er unter dem Motto »Ganz nah dran!«. Am Beispiel von zwei Arbeiten in der aktuellen Ausstellung werden Fragestellungen, mit denen sich die Restauratorinnen täglich konfrontiert sehen, diskutiert. Sie sind herzlich eingeladen zuzuschauen, zuzuhören und mitzureden.
Es gilt der übliche Museumseintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


15.00 Uhr, Raum 8: Fotorestaurierung und die Frage nach dem Original

Geometrische Formen und verwischte Gestalten, die sich mit und in der Geometrie bewegen, dominieren in der 20-teiligen großformatigen Fotoarbeit in Raum 8. Bei den Personen auf den Fotos handelt es sich um das Künstlerpaar Anna und Bernhard Blume, die die Arbeit »Transzendentaler Konstruktivismus« geschaffen haben. Am besten lässt sich das Werk mit etwas Abstand erfassen. Im Detail gehen die Formen verloren. Im Detail beginnt aber die Arbeit für die Restaurierung. Hier werden Schäden an den Fotos deutlich, die sich auf unterschiedliche Ursachen zurückführen lassen.
Welche Schadenbilder lassen sich hier entdecken? Wie können sie erklärt werden? Wie unterscheidet sich die Restaurierung von Fotografien von anderen Arbeiten auf Papier? Fotografien sind reproduzierbare Kunst – was ist dann das Original? Diesen und anderen Fragen wollen die Restauratorinnen Franziska Elbers und Heike Bommes in einem offenen Gespräch vor den Arbeiten in Raum 8 nachgehen.

 

16.00 Uhr, Raum 12: Spielend erhalten. Wie ein Kunstwerk funktionstüchtig bleibt

Sie surrt, sie klingelt, sie knattert. Die Kugelbahn ist eine »räumlich-installative Komposition für eine Person im Zentrum« von 1977. Wer das Musikstück von Manos Tsangaris hören möchte, geht in ihre Mitte und aktiviert sie mit einem Knopfdruck. Drei verschiedene Kugeln beginnen ihre Fahrt durch die Kugelbahn, getaktet, auf einander abgestimmt. Sie lösen Sounds, Lichter und sogar eine Überwachungskamera aus, die ein Live-Bild auf einen Fernseher wirft. Diese Vielzahl an technischen Komponenten in Kombination mit dem täglichen Gebrauch der Kugelbahn wirft viele Fragen hinsichtlich der Erhaltung des Kunstwerks auf: Was passiert, wenn Teile der Kugelbahn kaputt gehen? Wie ersetzen wir sie? Wie viel dürfen wir am Erscheinungsbild der Kugelbahn zugunsten einer reibungsloseren Funktionalität verändern? Welche Gebrauchsspuren in Form von Abnutzung gehören zur Objektgeschichte dazu?
Der Direktor von Kolumba Marc Steinmann, der Künstler Manos Tsangaris und die Restauratorin Heike Bommes laden Sie herzlich zu einem offenen Gespräch über Erhalt und Funktionalität der Installation in Raum 12 ein.