Pressetext allgemein
Kolumba ist das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. 1853 gegründet als Diözesanmuseum Köln, trägt es seit 2004 den Namen »Kolumba«, der den Ort seiner heutigen Beheimatung bezeichnet. Zweitausend Jahre abendländischer Kultur sind in einem Haus zu erleben: In der Kunst mit Werken der Spätantike bis zur Gegenwart; in der Architektur im Zusammenwirken der Kriegsruine der spätgotischen Kirche St. Kolumba, der Kapelle »Madonna in den Trümmern« (1950), der einzigartigen archäologischen Ausgrabung (1973-1976) und dem Bau nach dem Entwurf des Schweizers Peter Zumthor.
Ausgehend von der traditionellen Sammlungsstruktur eines
Diözesanmuseums, versteht sich Kolumba heute als Kunstmuseum, das jenseits
aller Sparten und Spezialisierungen Fragen künstlerischer Gestaltung umfassend
darstellen möchte. Das Museum der Nachdenklichkeit stellt ein offenes Angebot
zur Auseinandersetzung mit dem zur Kunst gewordenen Leben. Alle Überlegungen
zur Architektur wurden während der Planungs- und Bauphase mit diesem Konzept in
ein Verhältnis gesetzt. Seit Eröffnung des neuen Hauses befindet sich das
Museumskonzept in einer ständigen Weiterentwicklung.
Das »lebende Museum« unterscheidet nicht zwischen ständiger Sammlung und
Wechselausstellung. Vielmehr nutzt es die fließende Qualität der Architektur
und arbeitet mit den Möglichkeiten der Gleichzeitigkeit und des Nebeneinanders,
die den Bau von Peter Zumthor charakterisieren. Kolumba zeigt in jährlichem
Wechsel Werke vorwiegend der eigenen Sammlung in sich verändernden Kontexten.
Von wenigen Kunstwerken abgesehen, die spezifisch für den Ort realisiert oder
als identifizierende Arbeiten immer zu sehen sind, wird jeweils zum 15.
September eine neue Auswahl von Werken vorgestellt. Sonderausstellungen und
künstlerische Interventionen ergänzen und verändern den Kontext dieser
Sammlungspräsentation. Charakteristisch für das fast private Ambiente sind das
Fehlen von Objektbeschriftungen sowie das Miteinander der Werke unabhängig von
chronologischen, stilgeschichtlichen oder medialen Zusammenhängen. Stets
versucht die Präsentation die Präsenz der künstlerischen Arbeiten zu
realisieren.
Jeder Besucher erhält als Eintrittskarte einen kostenlosen Kurzführer mit einführenden Texten zu Ort, Architektur und Sammlung und einer nach Räumen geordneten Auflistung aller aktuell ausgestellten Objekte.
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