Kolumba
Kolumbastraße 4
D-50667 Köln
tel +49 (0)221 9331930
fax +49 (0)221 93319333

     
1940 – 1953
Kriegsfolgen und Neuanfang
Wilhelm Neuß und Joseph Hoster

Aus Angst vor Kriegseinwirkungen sorgte Wilhelm Neuß dafür, dass die meisten Kunstwerke des Museums in den Westerwald ausgelagert wurden. Sie waren in Kloster Ehrenstein (Neustadt/Wied), dem Turm der Kirche von Peterslahr, in einem Schrank bei der Witwe Strüder ebenfalls in Peterslahr, in der Krypta der Kirche von Oberlahr, in Friesenhagen und in Kloster Steinfeld untergebracht. Nur mit einigen Mühen konnte 1944 verhindert werden, dass die »Madonna mit dem Veilchen« von Stefan Lochner beschlagnahmt und der Kunstsammlung Hermann Görings einverleibt wurde. Während des »Tausend-Bomber-Angriffs« am 31. Mai 1942 wurden 55 Kunstwerke in einem Außendepot des Museums zerstört. Nach dem »Peter und Paul-Angriff« (29. Juni 1943) standen von dem Museumsgebäude nur noch Teile der Fassade. Joseph Hoster, der sich schon um die Rückführung der ausgelagerten Kunstwerke verdient gemacht hatte, übernahm 1947 die Leitung des Museums. In einigen angemieteten Räumen des ehemaligen Lyzeums an St. Gereon fand das Museum ein neues Domizil, blieb aber vorerst der Öffentlichkeit verschlossen. (ms 2003)

Literatur: Wilhelm Neuß, Hundert Jahre Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen, M. Gladbach 1954; Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175


_

Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

Aktuell
Architektur
Ausstellungen
Auszeichnungen
Filme
Info
Kapelle
Kritiken
Museumsgeschichte
Publikationen
Texte
Veranstaltungen
Vermittlung

1990 – 2008
1972 – 1989
1954 – 1971
1940 – 1953
1923 – 1939
1906 – 1922
1852 – 1905
Joachim M. Plotzek
Walter Schulten
Joseph Hoster
Jakob Eschweiler
Wilhelm Neuß
Arnold Steffens
Hermann J. Schmitz
Alexander Schnütgen
Franz Bock
Johann Baudri
Friedrich Baudri
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Museumsgeschichte :: 1940 – 1953

1940 – 1953
Kriegsfolgen und Neuanfang
Wilhelm Neuß und Joseph Hoster

Aus Angst vor Kriegseinwirkungen sorgte Wilhelm Neuß dafür, dass die meisten Kunstwerke des Museums in den Westerwald ausgelagert wurden. Sie waren in Kloster Ehrenstein (Neustadt/Wied), dem Turm der Kirche von Peterslahr, in einem Schrank bei der Witwe Strüder ebenfalls in Peterslahr, in der Krypta der Kirche von Oberlahr, in Friesenhagen und in Kloster Steinfeld untergebracht. Nur mit einigen Mühen konnte 1944 verhindert werden, dass die »Madonna mit dem Veilchen« von Stefan Lochner beschlagnahmt und der Kunstsammlung Hermann Görings einverleibt wurde. Während des »Tausend-Bomber-Angriffs« am 31. Mai 1942 wurden 55 Kunstwerke in einem Außendepot des Museums zerstört. Nach dem »Peter und Paul-Angriff« (29. Juni 1943) standen von dem Museumsgebäude nur noch Teile der Fassade. Joseph Hoster, der sich schon um die Rückführung der ausgelagerten Kunstwerke verdient gemacht hatte, übernahm 1947 die Leitung des Museums. In einigen angemieteten Räumen des ehemaligen Lyzeums an St. Gereon fand das Museum ein neues Domizil, blieb aber vorerst der Öffentlichkeit verschlossen. (ms 2003)

Literatur: Wilhelm Neuß, Hundert Jahre Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen, M. Gladbach 1954; Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175