Kolumba
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1906 – 1922
Gotik-Erlass
Institut für religiöse Kunst

Alexander Schnütgen trat 1906 vom Amt als Präsident des Vereins für christliche Kunst und Museumsleiter zurück, nachdem sein Wunsch, die eigene berühmte Sammlung mit der des Museum zu vereinen, aus Angst vor zu hohen Folgekosten abgelehnt worden war. Als Nachfolger wurde Arnold Steffen berufen, der beide Ämter bis zu seinem Tode 1923 auübte. Auf der Kölner Sonderbund-Ausstellung wurden die Möglichkeiten der modernen Kunst auch im Bereich der Kirchenausstattung deutlich. Durch seinen Gotik-Erlass unterband der Kölner Erzbischof Kardinal Fischer 1912 die Errichtung von modernen Kirchenbauten, da lediglich der romanische oder gotische Stil Verwendung finden sollte. In diesem Sinne wurde 1914 der von Goldschmied Josef Kleefisch geschaffene neoromanische Agilolfusschrein in der »Permanenten Ausstellung« des Museums gezeigt. Zur Förderung der modernen Kirchenkunst bewilligte die Stadt Köln 1920 die Gründung des Instituts für religiöse Kunst. Das Institut war räumlich und personell durch den gemeinsamen Direktor, Fritz Witte, dem Schnütgen-Museum angebunden. Nachfolger von Witte am Institut wurde Jakob Eschweiler, der gleichzeitig als Direktor des Diözesanmuseums tätig war. (ms 2003)

Literatur: Wilhelm Neuß, Hundert Jahre Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen, M. Gladbach 1954; Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175

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KOLUMBA :: Museumsgeschichte :: 1906 – 1922

1906 – 1922
Gotik-Erlass
Institut für religiöse Kunst

Alexander Schnütgen trat 1906 vom Amt als Präsident des Vereins für christliche Kunst und Museumsleiter zurück, nachdem sein Wunsch, die eigene berühmte Sammlung mit der des Museum zu vereinen, aus Angst vor zu hohen Folgekosten abgelehnt worden war. Als Nachfolger wurde Arnold Steffen berufen, der beide Ämter bis zu seinem Tode 1923 auübte. Auf der Kölner Sonderbund-Ausstellung wurden die Möglichkeiten der modernen Kunst auch im Bereich der Kirchenausstattung deutlich. Durch seinen Gotik-Erlass unterband der Kölner Erzbischof Kardinal Fischer 1912 die Errichtung von modernen Kirchenbauten, da lediglich der romanische oder gotische Stil Verwendung finden sollte. In diesem Sinne wurde 1914 der von Goldschmied Josef Kleefisch geschaffene neoromanische Agilolfusschrein in der »Permanenten Ausstellung« des Museums gezeigt. Zur Förderung der modernen Kirchenkunst bewilligte die Stadt Köln 1920 die Gründung des Instituts für religiöse Kunst. Das Institut war räumlich und personell durch den gemeinsamen Direktor, Fritz Witte, dem Schnütgen-Museum angebunden. Nachfolger von Witte am Institut wurde Jakob Eschweiler, der gleichzeitig als Direktor des Diözesanmuseums tätig war. (ms 2003)

Literatur: Wilhelm Neuß, Hundert Jahre Verein für christliche Kunst im Erzbistum Köln und Bistum Aachen, M. Gladbach 1954; Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175